Depression – in meiner Existenz bedroht.

Autor: Uwe Pettenberg | Bisher 2 Kommentare »

Depression ist nicht nur einfach eine Traurigkeit, auch wenn es für Außenstehende oftmals so empfunden wird. Viele Betroffene sind nahezu unfähig etwas zu fühlen. Sie empfinden weder Glück noch Trauer.

Er sieht eben auch nicht krank aus, hat sich nur etwas im Verhalten verändert. Dies wird von außen oft mit einem Unverständnis quittiert: „Reiß dich doch endlich zusammen!“…“das schaffst du schon…!“ Diese oder ähnliche Aussagen, verstärken die Problematik, die sowieso vorherrscht: die Mitteilung nach außen wird zunehmend eingestellt!

Es ist eine tiefe Niedergeschlagenheit, die sich schleichend ausbreitet. Verändert sich die Situation nicht, wird der Betroffen oftmals in Folge aggressiv.

Das Gefühl der Gefühllosigkeit stellt sich immer stärker ein. Man weiß das man fühlen sollte, fühlt aber nichts. Es tut gleichmäßig „weh“, dennoch bewegt sich nichts…

Hinzu kommt oftmals eine Angst, die das Leben plötzlich bestimmt. Die Nähe zu sich selbst wird plötzlich über die Angst gelebt. Angst vor dem Einkaufen, vor dem Besuch, vor dem Bettenmachen, vor der Arbeit…

Wenn dann die Angst mit der Antriebslosigkeit einhergeht, wird eine Starre ausgebildet, die für Außenstehende unfassbar scheint. Oftmals kommen deshalb noch Schuldgefühle dazu, weil der Betroffene ja wusste, wie er ehemals gehandelt hat, diese Handlungen aber heute nicht mehr aktiv ausführen kann. Weitere Folgen: Appetitlosigkeit und Gewichtsveränderung.

Was ist passiert?

Da sich bei Depressionen überhöhte Mengen des Stresshormons Cortisol im Blut und Urin nachweisen lassen, besteht ein Zusammenhang zwischen Druck (Stress) und dem Auftreten der depressiven Episoden. Aus systemischer Sicht verbindet sich mit diesem Stress in der Regel eine existenzielle Frustration. Oftmals gab es demnach schon in früher Kindheit eine subjektiv bedrohende, also existenzielle Bedrohung, bis hin zum (oft unbemerkten) Schock. In fortschreitenden Jahren wird dieses Thema aktualisiert, schlägt um in eine Angst, in der eigenen Existenz nicht wirklich anerkannt zu sein. So versinkt der Betroffene in der Gegenwart im zwischenmenschlichen Beziehungschaos.

Wie lösen?

Es gilt den seelischen Konflikt – mit aller Vorsicht und Wertschätzung – anzusehen, zu den auf Eis gelegten Gefühlen vorzudringen, um eine Befreiung zu erfahren. Die Depression wird überwunden durch ein sinnhaftes finden der Vergangenheit (Existenz), verbunden mit einer (neuen) sinnvollen Zukunft. Je mehr Sinn unser Leben bekommt, desto kraftvoller stehen wir.

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2 Reaktionen zu “Depression – in meiner Existenz bedroht.”

  1. Michael sagt:

    Hallo
    Bei mir ist es nicht ganz so.
    Bei mir ist es so das mir schon schwer fällt Sachen zu machen aber
    dann kommt noch da zu das ich schlecht sehen kann,und sehr unruhe
    bin,und gleihzeitig so schlabb.Das macht mir Angst.Habe das schon 5 Jahre habe schon mehre Krankenhause besucht.
    Und auch schon mehre Therapeuten gehabt nichts hat geholfen.
    Denke immer darüber nach was kann denn blos helfen,weiß aber garnicht so richtig was ich tunen kann.
    Ist das uberhaupt eine Deppi.
    Lebe von Harz 4.und das Amt will mich ans Arbeiten bringen.
    Bin verzeifelt wie soll ich das schaffen.
    Haben sir eine Idee
    MFG
    Michael Hellmeister

  2. Hallo, lieber Michael Hellmeister,
    herzlichen Dank für Ihre Zeilen. Aus meiner Sicht, sind diese Anzeichen nicht unbedingt in Verbindung mit einer Depression zu sehen.
    Ich müsste mehr erfahren. Gerne können Sie mich auch anrufen – dann können wir die Symptomatik (und was Sie bisher unternommen haben) noch etwas besser einkreisen.
    Herzliche Grüße Uwe Pettenberg

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