Autor: Uwe Pettenberg | 6 Kommentare »

Haben wir Migräne leben wir – dem griechischen Wortursprung folgend – nur unseren halben Kopf.
Mit dem anderen halben Kopf, sind wir bei jemand anderem! Denn mit dieser neurologischen Erkrankung bilden die Nerven unsere innerliche Kommunikation ab. Unsere beiden Hirnareale sind nicht verbunden und hindern uns „ganz“ zu leben. Die Nervenschmerzen repräsentieren dann die äußere Bewegung, die man gehen möchte, aber aufgrund sozialer Umstände glaubt, nicht gehen zu können. Die Symptomatik, die bei dem weiblichen Geschlecht häufiger vorkommt als bei Männern, lässt uns dann den eigenen Standpunkt soweit verlassen, dass wir Wahrnehmungsstörungen bis hin zu motorischen Störungen bekommen können! Die wahnsinnigen Schmerzen, zeigen dann unsere „wahnsinnige Vorstellung“! Im Körper drückt sich aus, was wir uns schon in frühester Zeit verwehrt haben: der Eigenausdruck und damit mit dem eigenen Kopf, dem eigenen Willen, durch die Wand zu wollen! Im erwachsenen Alter handeln wir dann auch nicht
mehr für uns selbst, da wir früh gelernt haben, dass zu tun, was andere wollen. Wir tun zunehmend etwas, was wir selbst nicht wollen!
Möglicherweise haben es auch schon andere in unserer Familie vorher praktiziert oder wir glauben, dass jemand etwas für uns getan hat und wir ihm jetzt „gefallen“ müssen. Wenn dem so ist, „erwerben“ wir Migräne in tiefer Loyalität zu anderen in der Familie, weil wir uns nicht gestatten uns selbst Ausdruck zu verleihen.

Fragen zur Heilung

Was möchten Sie wirklich tun?
Wo glauben Sie, sich anpassen zu müssen?
Wem möchten Sie entsprechen?
Kannten Sie dieses Gefühl bereits als Kind?
Wie denken Sie in Verbindung mit Mutter und Vater Ihrer Kindheit darüber?
Wer in Ihrer Familie zeigt/e sich mit ähnlicher Symptomatik?
Von wem benötigen Sie eine Erlaubnis, dass Sie gesund sein dürfen?

Neuer Leitgedanke zur Heilung

Ich lebe mich.
Ja, heute darf ich auch mit dem Kopf durch die Wand.

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Autor: Uwe Pettenberg | 3 Kommentare »

Histamin-Intoleranz ist nicht angeboren, sondern ein erworbenes Krankheitsbild. Knapp ein Prozent der europäischen Bevölkerung ist davon betroffen. Die Mehrzahl davon sind Frauen mittleren Alters. Man versteht darunter die Unverträglichkeit von mit der Nahrung aufgenommenen Histamin, deren Ursache ein Mangel der Histamin-abbauenden Enzyme bzw. ein Missverhältnis zwischen Zufuhr und Abbau des Histamins ist. Wir sprechen also von einer Abbaustörung die den Bereich des Dünndarms betrifft. Und der Dünndarm leistet die Hauptarbeit unserer Verdauung, denn in ihm werden 90 Prozent der Nährstoffe aus der Nahrung aufgespalten und in den Kreislauf entlassen. So können wir bei allen Problemen des Dünndarms davon ausgehen, wir aus sozialsystemischer Sicht etwas nicht wirklich verdauen können. Die von der Histamin-Intoleranz verursachte Imbalance zwischen Zufuhr und Abbau zeigt, dass es in Ihnen rebelliert, Sie aber nicht wissen, wann und wie Sie darauf reagieren sollen, obwohl Sie sich wehrhaft zeigen müssten.

Fragen zur Heilung

Was ist es, das Sie nicht verdauen, nicht annehmen können?
Von wem benötigen Sie eine Erlaubnis, dass Sie gesund sein dürfen?

Neuer Leitgedanke zur Heilung

Ich stelle mich.
Ich zeige mich wehrhaft und achte meine Bedürfnisse.

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Autor: Uwe Pettenberg | Kommentar schreiben »

Unsere Haut ist das größte Organ und setzt rein physische Grenzen zwischen uns und unsere soziale Umwelt. Damit ist das Thema Haut auch ein Thema unserer eigenen Landesgrenzen, die zu uns selbst überschritten werden können. Denn werden diese Grenzen überschritten, werden wir möglicherweise in Bezug auf gewünschte Nähe oder Distanz verletzt. So zeigen sich gerade auf unserer Haut Verletzungen und Befindlichkeiten, die dann auch meist für andere sichtbar werden, gewissermaßen als eine optische Grenzziehung: „Bis hierher und nicht weiter!“

Die Schuppenflechte ist eine häufig vorkommende Hauterkrankung, die verstärkt Menschen zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr betrifft. Sie ist chronisch entzündlich, aber nicht ansteckend und verläuft meistens in Schüben.

Haben wir bei der Schleimhaut die Thematik der Unterscheidung von gelebten und nicht gelebten, von ähnlichen und nicht ähnlichen Aktionspotenzial, finden wir bei der Haut als Sinnesorgan eine überhöhte Erwartungshaltung, die durch das soziale Umfeld enttäuscht wurde.

Das eigene Erwartungspotenzial ist enorm hoch und wir stellen an uns selbst meist überfordernde Leistungsansprüche, denen wir selbst nicht gerecht werden können. Selbst in der Schulmedizin wird als Ursache der Schuppenflechte körperlicher und seelischer Stress anerkannt, da konkrete körperliche Hinweise fehlen.

Tritt beispielsweise ein Mensch, den wir lieben mit seiner liebenswerten Art (z.B. die Mutter) näher und tiefer an uns heran, als es uns Recht ist, müssen wir uns einen Schutzpanzer angedeihen lassen, um uns abzugrenzen. In unserem Ringen um Selbstständigkeit trauen wir uns aber nicht Schranken zu setzen und setzen uns lieber selbst unter Druck.

Jetzt gilt es, Ihre eigenen Grenzen zu wahren und zu zeigen, dass Sie eine eigene Persönlichkeit sind, die Grenzen setzen kann, ohne Angst vor Verletzung zu haben.

Fragen zur Heilung:
Was ist es, was so nah an Sie herangekommen ist?
Vor was müssen Sie sich wirklich schützen?
Kannten Sie dieses Gefühl bereits als Kind?
Wie denken Sie in Verbindung mit Mutter und Vater Ihrer Kindheit darüber?
Wer in Ihrer Familie zeigt/e sich mit ähnlicher Symptomatik?
Von wem benötigen Sie eine Erlaubnis, dass Sie gesund sein dürfen?

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Autor: Uwe Pettenberg | Kommentar schreiben »

Die Leber ist ein sehr anpassungsfähiges Organ und ist die größte Drüse unseres Körpers. Auch ihre Aufgabe macht sie zu einem der wichtigsten und komplexesten Organe: durch das Ausscheiden von Sekretionen trägt sie im Wesentlichen zur Verdauung bei. Sie ist die Steuerzentrale für unseren Stoffwechsel und hat neben ihrer Funktion als Entgiftungsstation, die Schadstoffe im Blut abbaut, die Steuerung unseres Energie- und Hormonhaushaltes inne. Mit der Verarbeitung lebenswichtiger Substanzen, wie Zucker, Eiweiß, Vitamine und Mineralien trägt sie einen großen Anteil zu unserem Wohlbefinden bei.

Machen wir uns zu viele Sorgen, anstatt uns an die Geschehnisse des Lebens anzupassen und haben vielleicht Angst vor den Folgen, fürchten uns gar, dass uns etwas Wesentliches im Leben unerschlossen bleibt, werden wir zunehmend starrer und unzufriedener.

Wenn uns sprichwörtlich „die Läuse über die Leber laufen“ und wir genervt sind, generieren sich in uns starre Ansichten des Lebens! Diese veranlassen uns oftmals dazu, zu versuchen, Ereignisse und Personen anpassen zu wollen, obwohl wir uns selber anpassen könnten. Diese starren Ansichten zeigen sich auch dadurch, dass Menschen mit Leberproblemen gerne Recht haben und behalten wollen. Doch wer Recht haben will, will Liebe!

Es fehlt Ihnen an Selbstliebe und der Sorge nicht um andere, sondern darum, was Ihnen persönlich im Leben fehlt und Sie sich wünschen.

Fragen zur Heilung.

Was ist es, was Ihnen solche Sorgen bereitet?
Was wären Sie ohne diese Sorgen?
Wie denken Sie in Verbindung mit Mutter und Vater Ihrer Kindheit darüber?
Wer in Ihrer Familie zeigt/e sich mit ähnlicher Symptomatik?
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Autor: Uwe Pettenberg | 2 Kommentare »

Täglich produzieren die Leberzellen eine größere Menge an Gallenflüssigkeit, die dann in unserer Gallenblase gespeichert wird. Kommt in unserem Darm eine fette Kost an, zieht sich die Gallenblase ganz automatisch zusammen und entleert sich in den Zwölffingerdarm. Die jetzt emulgierende Kraft der zwei Flüssigkeiten, die nun aufeinander treffen, lässt das so genannten Gallensalz entstehen und ermöglicht somit die Fettaufnahme ins Blut.

So kommt einen Menge Arbeit auf die Galle zu und manchmal fühlen wir eine körperliche Schwere und Müdigkeit, die uns zeigt, dass die Galle gerade Probleme hat, alles harmonisch und balanciert unter „einen Hut“ zu bringen!

Gallenblasen-Probleme bedeuten, dass man glaubt ständig Problemen anderer ausgesetzt zu sein, für die man eine Lösung finden muss, weil wir uns selbst so gerne Harmonie in unseren Beziehungen wünschen.

Der Volksmund spricht auch von „Gift & Galle spucken“ und bezeichnet damit eher bösartige Menschen. Dazu ist es aber erst gekommen. Denn vor der „Bösartigkeit“ gab es lange und verzweifelte Versuche für Harmonie zu sorgen, was aber nicht gelungen ist.

Wenn wir der harmonischen Lösung also immer etwas hinterherlaufen und das Gefühl haben, ständig in den Problemen anderer (und in Folge dann auch unserer eigenen) fest zu stecken, um sich damit auch noch zunehmend unsicherer zu fühlen, zeigen uns Gallensteine den gewichtigen und steinigen Weg unserer Fehlinterpretation.

Eine Lösung erfahren wir dadurch, dass wir verstehen lernen, dass wir nur für uns selbst Verantwortung haben und nicht dafür auf die Welt gekommen sind, um für das Glück und die Harmonie anderer Sorge tragen zu müssen.

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Autor: Uwe Pettenberg | Kommentar schreiben »

Der Dickdarm ist ein Hohlorgan und beim Menschen der letzte Teil des Verdauungstraktes.
Er hat die Aufgabe, die Ausscheidung fest zu machen und eben Verwertetes und nicht mehr
gebrauchtes Altes los zu geben. Der Volksmund kennt auch das Gegenteil der „ge-festigten
Haltung“: „… sich in die Hose machen…“ zeugt davon, dass wir mit unseren Gefühl nicht
mehr an uns halten können!

Fest machen heißt, Rückgewinnung von Wasser und Speicherung des Stuhlinhaltes bis zur
Leerung. Wer Probleme mit dem Dickdarm hat, glaubt – aus sozial-systemischer Sichtweise
– als Macher unbeachtet zu sein. Entweder wir machen mit, wo wir nicht wollen oder wir
machen nicht mit, wo wir eigentlich mitmachen möchten? Dann kommt es zu Störungen im
Dickdarm, weil wir uns untersagen, Altes (z.B. Glaubenssätze „Das macht man aber so…!“)
auch einmal loszulassen.

Der Reizdarm zeigt uns ferner, dass wir glauben mit anderen etwas machen zu müssen, was
man eigentlich nicht machen will!
Wenn wir glauben, mit unserem Handeln bzw. machen ins Leere zu laufen und kämpfen
immer weiter, fühlen uns aber dennoch als Verlierer, können wir bei entsprechender
Disposition auch eine Darminfektion bekommen!
Die Dickdarmentzündung zeigt uns, dass wir Furcht in uns tragen, Fehler gemacht zu haben!
Wir sind mit uns selbst entzündet!

Erste Klärung erhalten wir, wenn wir auf die Suche gehen, unsere wahre Sehnsucht (wieder)
zu finden und sie Stück für Stück in unser Leben integrieren lernen, um mit unserem Tun
(und Machen) in uns selbst eine Bestätigung zu finden.

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Autor: Uwe Pettenberg | Kommentar schreiben »

Bei nahezu 5 Millionen Deutschen wird eine Lese- und/ Rechtschreib-Schwäche attestiert. Dabei wird diese, oftmals lang andauernde Störung, als Intelligenzschwäche missverstanden.

Allzu oft werden genetische Fehl-Dispositionen der Wahrnehmungsverarbeitung angenommen. Doch die Legasthenie ist keine genetisch bedingte Krankheit, sondern aus sozialsystemischer Sicht eine emotionale Leidensgeschichte zwischen der betroffenen Person und bestimmten Personen in dessen Umfeld, zu denen eine sehr emotional enge Beziehung besteht.

Es ist die Schwäche des betroffenen Kindes, als Spiegelbild in der Familie.

Halten wir einen Zettel mit der Aufschrift „LEBEN“ in den Spiegel, lesen wir „NEBEL“. Der Mensch mit der Rechtschreibschwäche sieht auch sich und seine Art sich in Wort und Schrift auszudrücken sprichwörtlich im Nebel. Das Kind hat sich unbewusst in die Gegensätzlichkeit, in den gegenüberliegenden anderen Pol zu seinem familiären System gesetzt.

Diese Gegensätzlichkeit drückt sich in einer Lese- und Rechtschreibschwäche aus und verdeutlicht beim Betroffenen eine ganz isolierte Art der Kommunikation innerhalb des Familiensystems. An dieser Stelle helfen keine Ratgeber, oftmals versagen auch Therapien, weil die Kraft, die hinter dieser Schwäche steht, einen großen, tiefer liegenden Hintergrund hat: eine falsch verstandene Idee einer Anpassung und der Wille dazu zu gehören – auf eine ganz eigene Art: wenn nicht stärker, dann eben schwächer (=Schwäche!).

Die Lösung liegt in der ganzheitlichen Betrachtung der Kommunikationsstruktur und den Umgangsformen in der Familie. Wer ist so „stark“, dass der Betroffene so „schwach“ sein muss? Betrachten wir das System also ganzheitlich kann sich der Nebel lichten und das Leben in einer neuen Richtung angepackt werden! Schneller als erwartet und von nachhaltiger Wirkung! Denn es wird dann keinen Grund mehr geben, „schwach“ sein zu müssen!

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Autor: Uwe Pettenberg | 2 Kommentare »

Wir sind ein Volk mit Schmerzen geworden. Allem voran, Kopf und Rückenschmerzen! Dabei wird zwischen spezifischen und unspezifischen Schmerzen unterschieden. Das ist wichtig, denn bei spezifischen Schmerzen, liegen körperliche Ursachen zugrunde, es scheint also etwas „defekt“ zu sein. Weit häufiger sind aber unspezifische Schmerzen, bei denen keine eindeutige, körperliche Ursache ausgemacht werden kann. Damit liegt ein Prozess-Symptom vor, dass veränderbar ist!

Häufig wird die Auswirkungen medizinisch, also der Schmerz isoliert, gesehen. Das ist eine gute Akutmaßnahme. Dennoch sollte die Wirkungs-Kraft in Augenschein genommen werden, die diese Auswirkungen (Schmerz) verursacht hat. Denn Schmerzen sind eben kein isoliertes Problem, sondern eher eingebettet in die individuelle Lebens- und Lernhistorie des Betroffenen.

Fragen wir uns also einmal, in welchen sozialen Verbindungen der Betroffene steht, wie geht er mit Streit, belastenden Bedingungen, und unbekannten oder überraschenden Situationen, wie Verlust oder Tod um? Was glaubt er über sich und andere und wie versucht er sich anzupassen?

Denn besonders die eigenen, geistigen Interpretationen zu den Lebens-Ereignissen haben entscheidenden Einfluss auf das körperliche Wohlbefinden. Dies unterstreichen zahlreiche Studien.

Körperlicher Schmerz kann oftmals auch eine fortgeschrittene Folge von Depressionen, Angst, Emotionen wie Lieblosigkeit, Enttäuschung, Scham, Schuld, Wut und Groll sein.

Oftmals stehen die Betroffenen beruflich und familiär sehr stark unter Druck und haben selbst einen sehr hohen Leistungsanspruch. Schmerzen sind damit ein körperlicher Ausdruck, seelischer Konflikte, aufgrund noetischer (geistig) Fehlinterpretationen der vorangegangenen Lebensumstände.

Der Weg zur Lösung.

Auch hier gilt es einmal mehr, Augenmerk darauf zu legen, was im System des Betroffenen wirkt und sich als körperlicher Schmerz bei dem Betroffenen in Folge manifestiert hat. Wie gelingt es, den Betroffenen aus seinen zwischenmenschlichen Verstrickungen und Belastungen zu entbinden und ihn dadurch zu befähigen, seinen hohen Anspruch an sich und andere zu mildern? Sich selbst besser und auch andere zu verstehen, ist der erste Weg zur Heilung und somit der Weg hin zu einer Schmerzlinderung bis zur Schmerz-Freiheit.
Denn ein Leben in Freiheit ist folglich auch ein Leben ohne Schmerz!

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Autor: Uwe Pettenberg | Kommentar schreiben »

Unsere Muskeln sind immer in Bewegung, müssen arbeiten. Wie viele Muskeln wir aktivieren, entscheidet sich in uns, wie und in welchem Masse wir uns bewegen.

Der Muskel an sich ist also ein Arbeitstier – ständig in Bewegung. Die mechanische Kraft, die einen Muskel befähigt, ein Gewicht zu heben, nennen wir Muskelspannung.

Arbeit ist – das wußte schon Sigmund Freud – eine lebenswichtige Notwendigkeit zur Erhaltung des Daseins, vergleichbar mit dem menschlichen Stoffwechsel: Arbeiter wechseln ihre Arbeit in Lohn um.

Die soziale Thematik bei Problemen im Muskel, also beim Arbeitstier, zeigen auf, dass wir glauben, wir arbeiten, aber eben nicht für uns. Wir meinen, wir sind dem Einfluss des anderen ausgesetzt und können dem nichts entgegensetzen oder Einfluss nehmen, weil wir immer glauben, der andere schafft es ohne uns nicht. Wir sehen hier also eher ein Problem in der Partnerschaft.

Speziell bei dem Thema Rheuma entzünden wir uns in unserer eigenen Lebensbewegung, weil wir glauben, die Pflichten der Gemeinschaft über die eigene Kraft hinaus erfüllt zu haben, um dazu zu gehören, fühlen uns aber dennoch getrennt!

Wie gehe ich sozialsystemisch Rheuma an?

Jetzt gilt es, die sozialen Verpflichtungen und Verstrickungen (gerade auch in der Partnerschaft), die wir uns selbst auferlegt haben, zu sichten und mir selbst die Erlaubnis zu geben, meiner eigenen Lebensbewegung zu folgen, damit ich mich nicht mehr entzünden muss. Dadurch werde ich erkennen, dass ich in meinem So-Sein gesehen, geschätzt werde und dazu gehöre.

Speziell bei dem Thema Fibromyalgie glaubt der Klient, er muss funktionieren und ist dem Leben hilflos ausgesetzt – wie man es möglicherweise schon aus der Kindheit bei seiner eigenen Mutter miterleben musste. Daraus folgt auch für den Klienten eine zunehmend verkrampfte Bewältigung des Alltags.

Wie gehe ich sozialsystemisch Fibromyalgie an?

Jetzt gilt es die sozialen Verpflichtungen und Verstrickungen, die wir uns selbst auferlegt haben (insbesondere zur Mutter) zu sichten und mir selbst die Erlaubnis zu geben, meine eigene Lebensbewegung zu folgen, damit ich mich nicht mehr verkrampfen muss.

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Autor: Uwe Pettenberg | 6 Kommentare »

Depression ist nicht nur einfach eine Traurigkeit, auch wenn es für Außenstehende oftmals so empfunden wird. Viele Betroffene sind nahezu unfähig etwas zu fühlen. Sie empfinden weder Glück noch Trauer.

Er sieht eben auch nicht krank aus, hat sich nur etwas im Verhalten verändert. Dies wird von außen oft mit einem Unverständnis quittiert: „Reiß dich doch endlich zusammen!“…“das schaffst du schon…!“ Diese oder ähnliche Aussagen, verstärken die Problematik, die sowieso vorherrscht: die Mitteilung nach außen wird zunehmend eingestellt!

Es ist eine tiefe Niedergeschlagenheit, die sich schleichend ausbreitet. Verändert sich die Situation nicht, wird der Betroffen oftmals in Folge aggressiv.

Das Gefühl der Gefühllosigkeit stellt sich immer stärker ein. Man weiß das man fühlen sollte, fühlt aber nichts. Es tut gleichmäßig „weh“, dennoch bewegt sich nichts…

Hinzu kommt oftmals eine Angst, die das Leben plötzlich bestimmt. Die Nähe zu sich selbst wird plötzlich über die Angst gelebt. Angst vor dem Einkaufen, vor dem Besuch, vor dem Bettenmachen, vor der Arbeit…

Wenn dann die Angst mit der Antriebslosigkeit einhergeht, wird eine Starre ausgebildet, die für Außenstehende unfassbar scheint. Oftmals kommen deshalb noch Schuldgefühle dazu, weil der Betroffene ja wusste, wie er ehemals gehandelt hat, diese Handlungen aber heute nicht mehr aktiv ausführen kann. Weitere Folgen: Appetitlosigkeit und Gewichtsveränderung.

Was ist passiert?

Da sich bei Depressionen überhöhte Mengen des Stresshormons Cortisol im Blut und Urin nachweisen lassen, besteht ein Zusammenhang zwischen Druck (Stress) und dem Auftreten der depressiven Episoden. Aus systemischer Sicht verbindet sich mit diesem Stress in der Regel eine existenzielle Frustration. Oftmals gab es demnach schon in früher Kindheit eine subjektiv bedrohende, also existenzielle Bedrohung, bis hin zum (oft unbemerkten) Schock. In fortschreitenden Jahren wird dieses Thema aktualisiert, schlägt um in eine Angst, in der eigenen Existenz nicht wirklich anerkannt zu sein. So versinkt der Betroffene in der Gegenwart im zwischenmenschlichen Beziehungschaos.

Wie lösen?

Es gilt den seelischen Konflikt – mit aller Vorsicht und Wertschätzung – anzusehen, zu den auf Eis gelegten Gefühlen vorzudringen, um eine Befreiung zu erfahren. Die Depression wird überwunden durch ein sinnhaftes finden der Vergangenheit (Existenz), verbunden mit einer (neuen) sinnvollen Zukunft. Je mehr Sinn unser Leben bekommt, desto kraftvoller stehen wir.

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